Aluminium

Aluminiumproduktion

Übersicht über unser Leistungsspektrum im Bereich Aluminiumproduktion
  • Spritzguss
  • Extrusion
  • Kokillenguss
  • Sandguss
Wir haben einen eigenen Werkzeugbau. Versuchswerkzeuge möglich. Bei Bedarf können wir auch bestehende Werkzeuge restaurieren und wiederherstellen.

Allgemeines über Alluminium

Klassische Gebrauchsmetalle wie Eisen, Kupfer oder Zink werden aus ihren oxidischen Erzen gewonnen. Zusammen mit Kohlenstoff auf hohe Temperaturen erhitzt, reduziert der Kohlenstoff das Erz zum Metall, indem er sich mit dem Sauerstoff zu Kohlendioxid verbindet.

Zur Gewinnung von Aluminium beziehungsweise Primär-Aluminium aus Bauxit oder anderen Aluminiumerzen ist diese Methode wegen der Eigenschaft, sich leicht mit Sauerstoff zu verbinden, grundsätzlich wenig geeignet.

Das erkannten schon die Aluminiumpioniere Davy, Oersted und Wöhler zu Beginn des

19. Jahrhunderts. Auch vermochten sie die nötigen Temperaturen von über 2000° C kaum zu erzeugen.

Man suchte also nach anderen Methoden, um Aluminium mit weniger Energie und somit auch kostengünstiger zu produzieren.

 

1886 ist das Geburtsjahr der modernen Aluminiumindustrie.

 

Hall und Heroult melden unabhängig voneinander die Schmelzflusselektrolyse zum Patent an.

 

Bayer lässt sich sein Bayer-Verfahren zur Gewinnung von Aluminiumoxid aus Bauxit 1887 und 1892 patentieren.

 

Das Bayer-Hall-Heroult-Verfahren ist das wirtschaftlichste Verfahren zur Aluminium- Gewinnung mit einem geringen Energiebedarf und daraus resultierenden niedrigen Kosten. Dieses Verfahren wird fortan fast ausschließlich angewandt.

 

Das Bayer-Hall-Heroult -Verfahren umfasst zwei Stufen:

Zunächst wird im Bayer-Verfahren aus Bauxit das Aluminiumoxid gewonnen, aus diesem dann in der Schmelzflusselektrolyse das Aluminium abgeschieden. Der Energiebedarf beträgt im Durchschnitt etwa 13 bis 16 Kilowattstunden je Kilogramm Aluminium. Für das Umschmelzen von Schrott zu Recyclingaluminium wird bis zu 95 Prozent weniger Energie benötigt.

 

1888 entstehen in der Schweiz und in den USA Aluminiumindustrien und zugleich werden die ersten Aluminiumhütten nach dem Bayer-Hall-Heroult-Verfahren in Betrieb genommen.

 

1897 wird die erste Aluminiumhütte in Deutschland in Badisch-Rheinfelden in Betrieb genommen.

1898 wird das erste Aluminium- Motorengehäuse in Deutschland gegossen.

1899 werden Propeller für das erste Zeppelin-Luftschiff gefertigt.

1900 beginnt die allgemeine Fertigung von Gussteilen.

1901 Fahrgestelle für den Automobilbau werden produziert.

1902 beginnt die Folienherstellung.

1903 erfolgen im Motorenbau erste Versuche mit Aluminiumkolben.

1905 beginnt die kommerzielle Erzeugung von Automobilmotoren aus Aluminiumguss.

1906 ein bedeutender Durchbruch für die Aluminiumbranche. Der Deutsche A. Wilm entdeckt die Festigkeitssteigerung durch Wärmebehandlung und entwickelt damit die aushärtbare Legierung Duralumin. Erst damit wird das Aluminium zu einem vielseitig verwendbaren Konstruktionswerkstoff.

1909 wird in der Schweiz das erste Bierfass aus Aluminium hergestellt. In der Elektrotechnik gibt es den ersten Kabel mit Aluminiumleitern.

!910/11 werden erste Patente für das Folien-Bandwalzen angemeldet.

1911 wird Schokolade in Aluminiumfolie verpackt.

1913 werden die ersten Aluminiumtuben hergestellt.

1916 baut Hugo Junkers in Deutschland das erste Ganz-Aluminiumflugzeug.

1919 stellt Hoopes erstmalig Rein-Aluminium her.

1919/20 beginnt die Entwicklung der Aluminiumkonservendose.

1920 beginnt die Großanwendung von Aluminiumtuben.

1923 der erste deutsche Aluminiumomnibus wird gebaut. Aluminium findet im Eisenbahnbau Verwendung.

1933 erfolgen in der USA erste Aluminiumanwendungen im Brückenbau.

1939 der erste Aluminiumeinsatz im Handelsschiffbau. Die MS-Fernplant (Norwegen) erhält für Aufbauten über 14 Tonnen Aluminium.

In den 1930-er Jahren erobert Aluminium einen festen Platz in Straßenfahrzeugen. Das Strangpressen wird eingeführt.

1945/48 wird die deutsche Produktion von Primär-Aluminium verboten.

1947/53 wird die selbsttragende Ganz-Aluminium-Karosserie entwickelt.

1948 entsteht in Kanada eine 153 Meter lange Straßenbrücke in Ganz-Aluminium-Bauweise.

1950 wird Aluminium im Schiffsbau ein wichtiger Werkstoff.

1953 erste Großanwendung im deutschen Schiffsbau. Rheindampfer Goethe mit 17 To. Übersee M.S.-Schwabenstein 30 To.

1959 die Deutsche Bundesbahn nimmt Ganz-Aluminiumzüge in selbsttragender Bauweise für den Trans-Europa-Express in Betrieb.

1972 nimmt die amerikanische Raumfahrt-Sonde (Pionier 10) eine Aluminiumplatte mit Inschrift auf die Reise zum Venus.

1978 kommt Aluminium an die Londoner Metallbörse (London Metall Exchange), wo von nun an der Aluminiumpreis als Marktpreis ausgehandelt wird.

1994 wird der erste Aluminium-Spaceframe im Automobilbau gefertigt.

 

Usw. usw. der Aluminiumeinsatz hat keine Grenzen. Es sind hier nur die bedeutendsten Einsätze von dem Material Aluminium aufgeführt.

Ob als strangpresst (gezogene Ware) meistens in Längen von 6 mtr oder als Stückware, dass heisst als Gussteil. Aluminium ist allgegenwärtig.

 

Aluminium findet sich in allen Märkten, die es gibt oder die wir kennen wieder:

z.B. im Maschinenbau, Gehäuse, Behälter, Rohrleitungen, Pumpen usw., Chemie-Industrie, Fertigungen Mechanik, Förderungen, Klimatechnik, Druckindustrie, Roboter, bei Verpackungen wie für Medikamente oder Lebensmittelverpackungen wie Tuben, Dosen, Flaschen, Kannen, Fässer, Schachteln, Folien/Blister usw. Werkzeug und Formenbau, im Baugewerbe,wie Fenster, Rollläden, Wintergärten, Fassaden, Fliegengengitter, Markisen, Geländer-Systeme, Garagentore, Solarenergie, alle anderen Energiesysteme, im Gesundheitssystem, Medikamente, Kosmetika, Fortbewegungsmittel wie z.B. Flugzeug, Eisenbahn,Schiff, Automobil, Motorräder, Fahrräder und alles was zu bewegen ist, im Unterhaltungs- und Kommunikationsmarkt wie Fernsehen, Radio, andere Wiedergabegeräte, Sateliten, Telefon, Handy, Faxe, Computer usw. usw.

Wie Sie sehen und auch selbst immer wieder erfahren, Aluminiumprodukte prägen unser Leben.

 

In Zahlen ausgedrückt, stellt sich das wie folgt dar:

 

 

In rund 600 Betrieben wird in Deutschland Aluminium erzeugt oder verarbeitet, dadurch fanden im Jahr 2008 unmittelbar ca. 74.000 Menschen Arbeit.

 

 

 

Umsatzmäßig erreichte die Aluminiumindustrie im Jahr 2008 eine Größe von ca. 14,9 Mrd. Euro.

Im Jahr 2003 erreichte man einen Umsatz von ca. 13.1 Mrd. Euro.

Ca. zwei Drittel des Umsatzes wurden durch die Hersteller von Rohaluminium und Halbzeuge erzielt.

Die Unternehmen der Aluminiumweiterverarbeitung setzten 2008 rund 2,4 Mrd. Euro um.

Das Auslandsgeschäft ist mit mehr als 46 % des Umsatzes für die deutsche Aluminiumindustrie von großer Bedeutung.

Der Importanteil am deutschen Inlandsmarkt liegt über alle Aluminiumprodukte gesehen bei 42 Prozent.

 

Die Aluminiumpreise werden seit 1987 täglich an der Londoner Metal Exchange (LME) ausgehandelt.

Wichtiger Einflussfaktor für den Aluminiumpreis sind die Energiekosten für die Materialherstellung.

Die Gewinnung von Primär-Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse hat gegenüber anderen Metallen einen höheren Energiebedarf. Die daraus resultierenden Energiekosten tragen somit wesentlich zum Aluminiumpreis bei. Es liegt im Interesse der Aluminiumindustrie, den Energiebedarf weiter zu senken.

 

Die vier deutschen Primär-Aluminiumhütten produzierten im Jahr 2008 insgesamt ca. 606.000 Tonnen Primär-Aluminium.

Die Sekundär-Hütten produzierten ca. 720.000 Tonnen Sekundär- oder Recyclingaluminium.

Die Aluminium-Halbzeugproduktion in Deutschland betrug 2008 ca. 2.4 Mio. Tonnen.

Im Aluminiumformguss (Druck-, Kokillen- und Sandguss) wurden 2008 ca. 790.000 Tonnen

verarbeitet.

In der Produktion der Aluminiumweiterverarbeitung (Folien, Tuben, Dosen, Alu-Pulver) wurden 2008 ca. 410.000 Tonnen Aluminium verarbeitet.

 

Die globale Nachfrage nach Aluminium ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen.

 

Primär- und Hütten-Aluminium:

Im Jahr 2007 wurden weltweit ca. 38 Millionen Tonnen Primär- oder Hütten-Aluminium produziert. Das ist allein gegenüber 2006 eine Steigerung von 12 Prozent. Davon hat Europa eine Steigerung von 3,4 Prozent.

 

Sekundär-Aluminium:

Im Jahr 2007 wurden weltweit ca. 9,6 Millionen Tonnen Sekundär-Aluminium produziert.

Gegenüber dem Vorjahr war das eine Steigerung von 6,7 Prozent. Die Steigerung für Europa belief sich auf 3,6 Prozent.

 

Gesamtbedarf an Aluminium weltweit:

Im Jahr 2007 wurden weltweit ca. 48.000 Millionen Tonnen Aluminium hergestellt. Der Bedarf von Europa liegt hier bei ca. 12,5 Millionen Tonnen. Weltweit stieg der Bedarf zu 2006 um 8 Prozent.

In Europa waren es 3,6 Prozent.

 

Alle Zahlen sind seit dem Jahr 2003 mehr oder weniger immer steigend zu betrachten!!!

 

Zusammenfassend kann man feststellen, ohne Aluminium, wo auch immer eingesetzt, läuft in unserer modernen Welt nichts.

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